Nachhaltige Elektroinstallation

Ökobilanzierte Edelstahlrohre für die Aufputzinstallation

Installation
27.10.2026
2,5 Minuten
Rohrsystemanbieter Fränkische erweitert seine co2ntrol-Produktfamilie um zwei Elektroinstallationsrohre aus Edelstahl. Laut Hersteller bestehen sie zu bis zu 85 Prozent aus recyceltem Edelstahl. Gedacht sind sie für Aufputzinstallationen in Umgebungen, in denen Hygiene wichtig ist, Korrosion droht oder die Bedingungen rau sind.
Edestahlror ökobilanziert Aufputz Elektroinstallation

Bisher gab es co2ntrol-Rohre nur aus Kunststoff. Sie werden unter Putz, in Hohlwänden, im Estrich, in Beton oder im Erdreich verlegt. Mit den Elektroinstallationsrohren V2 Steck-ES co2ntrol und V4 Steck-ESco2ntrol gibt es die Produktlinie nun auch für die Aufputzinstallation. Laut Anbieter sind das die ersten EPD-verifizierten Elektroinstallationsrohre aus Edelstahl auf dem Markt.

‍

Einsatzorte für Edelstahlrohre

Die schweren Edelstahlrohre sind für Anlagen gedacht, bei denen Kunststoffrohre an ihre Grenzen kommen. Der Hersteller nennt die Lebensmittelproduktion, Schwimmbäder, Kläranlagen und Tunnel. Dazu kommen  Offshore-Anlagen, Industrieanlagen und Fertigungen der Schwerindustrie. Die Rohre lassen sich in Neubauten verwenden und auch bei der Nachrüstung bestehender Anlagen.

V2A oder V4A: Die Legierung entscheidet

Die Rohre gibt es in zwei Edelstahllegierungen. V2A-Stahl ist mit Chrom und Nickel legiert. V4A-Stahl enthält zusätzlich Molybdän und ist dadurch deutlich korrosionsbeständiger. Die V4-Variante eignet sich deshalb auch für chlorhaltige Luft im Schwimmbad, für chemisch belastete Produktionsbereiche und für salzhaltige Umgebungen an der Küste und auf See.

Recyclinganteil und Anteil erneuerbarer Energien

Die V2 Steck-ES co2ntrol und V4 Steck-ES co2ntrol Installationsrohre bestehen bis zu 85 % aus recyceltem Edelstahl und bieten eine unverändert hohe Qualität. Bei der Herstellung der Rohre stammen 25 % des eingesetzten Stroms aus regenerativen Energiequellen – unterstützt durch PtA-Zwischenspeicherung („Power-to-Ammonia“) und Rückverstromung („Cracking“). Dieser Anteil ist in der Ökobilanz der Rohre berücksichtigt. Analog zum Kunststoffbereich will Fränkische auch seine bisherigen Edelstahlrohre künftig durch co2ntrol Rohre mit hohem Recyclinganteil ablösen.

Bis zu 53 Prozent weniger CO₂

Nach Angaben von Fränkische entstehen bei der Herstellung pro laufendem Meter je nach Nennweite bis zu 53 % weniger CO₂. Verglichen wird dabei mit einem Referenzdatensatz ohne recycelten Edelstahl und ohne die berücksichtigten Produktionsmaßnahmen. Der Wert gilt nur für den Abschnitt „cradle-to-gate“, also von der Rohstoffgewinnung bis zum Verlassen des Werks. Nutzung und Entsorgung sind darin nicht enthalten. Der Hersteller weist selbst darauf hin, dass Edelstahl in der Praxis meist ohnehin schon recyceltes Material enthält. Die gewählte Referenz nennt er konservativ.

Der Name „co2ntrol“ ist laut Unternehmen nur einProduktname. Er sagt nichts über eine CO₂-Reduktion oder die Klimawirkung aus.Er soll darauf hinweisen, dass die Umweltdaten der Produkte offen dokumentiertsind.

Technische Daten

Beide Rohrtypen sind laut Hersteller in der Druckfestigkeitsklasse „sehr schwer“ eingestuft. Sie sind für Umgebungstemperaturen von −45 °C bis +400 °C zugelassen. Damit lassen sie sich auch in Hochtemperaturbereichen einsetzen, etwa in der Chemie, der Petrochemie oder der Stahlherstellung.

Die Rohre gibt es in 3m langen Stücken und in allen üblichen Nennweiten von 16 bis 63. Sie werden gesteckt. Als Zubehör bietet Fränkische Steckmuffen, Steckbögen, Abstandsschellen und Steckendhüllen an, alle inV4A-Qualität.

www.fraenkische.com/de

‍

Mach‘ watts up zu
deinem Fachnewsletter
für Baustelle und Büro.

Einfach beitreten:

Newsletteranmeldung - HTML-Formular

* Pflichtfeld