
Elektronische Rechnungen sind im Handwerk längst angekommen – spätestens seit der E-Rechnungspflicht im B2B-Bereich. Doch beim Übertragungsweg gibt es noch Nachholbedarf: Viele Betriebe verschicken ihre E-Rechnungen per Mail oder Upload-Portal. Das internationale Peppol-Netzwerk (Pan-European Public Procurement OnLine) setzt hier einen Standard für den strukturierten, sicheren Dokumentenaustausch – und wird zunehmend zur Pflicht, wenn Handwerksbetriebe mit öffentlichen Auftraggebern, Generalunternehmern oder größeren Organisationenzusammen arbeiten. Die pds GmbH hat ihre Handwerkersoftware jetzt um diese Anbindung erweitert.
Die Integration läuft über die DATEVE-Rechnungsplattform und ist in beide Richtungen nutzbar:
Rechnungsversand:
Rechnungen werden wie gewohnt in der pds Software erstellt. Per Klick erfolgt die Übergabe an die DATEV-Plattform, die das Dokument technisch und formal prüft und anschließend über Peppol an den Empfänger übermittelt. Status-Rückmeldungen – etwa zur erfolgreichen Zustellung – fließen automatisch zurück in die pds Software.
Rechnungsempfang:
Bei der Registrierung auf der DATEV E-Rechnungsplattform erhält der Betrieb eine eigene Peppol-ID. Eingehende Rechnungen werden automatisch übernommen und als Eingangsrechnungen in pds verarbeitet – inklusive der bereits eingerichteten digitalen Freigabe- und Prüfworkflows.
Ein Zusatznutzen der Anbindung: Über die DATEV-Plattform erhalten pds-Kunden gleichzeitig Zugang zum TRAFFIQX-Netzwerk.Damit stehen neben PEPPOL weitere Übertragungswege und Netzwerkpartner zurVerfügung. Das Netzwerk ermöglicht es, elektronische Rechnungen unabhängig vom Format des Empfängers (z. B. XRechnung oder ZUGFeRD) reibungslos zu empfangen und zu versenden.
Die PEPPOL-Anbindung ist kein Einzelbaustein, sondern ergänzt die bereits bestehende Zusammenarbeit zwischen pds und DATEV. Schon heute unterstützt die Handwerkersoftware verschiedene DATEV-Schnittstellen für den Austausch von Finanzbuchhaltungs- und Lohndaten. Betriebe, die mit einem Steuerberater auf DATEV-Basis arbeiten, profitieren so von durchgängig digitalen Prozessen – von der Rechnungserstellung über die Buchhaltung bis zur Steuerberatung.
Für SHK-Betriebe, die regelmäßig mit kommunalen Auftraggebern, Wohnungsbaugesellschaften oder Generalunternehmern arbeiten, wird Peppol absehbar zumStandard-Übertragungsweg. Wer die Anbindung frühzeitig einrichtet, vermeidet spätere Umstellungshektik und signalisiert Geschäftspartnern digitale Professionalität.
„Wir gehen davon aus, dass sich Peppol in den kommenden Jahren als zentraler Standard für den elektronischen Rechnungsversand etablieren wird", erklärt Rudolf Vögele, Head of Product Management bei pds.
Gerade das Elektrohandwerk ist stark materialgetrieben und arbeitet eng mit dem Elektrogroßhandel (z. B. Rexel, Sonepar, GC-Gruppe etc.) zusammen. Die Peppol-Integration greift hier nahtlos in die Branchenfunktionen von pds.
Automatischer Abgleich mit dem Großhandel: Wenn Handwerker Material über Großhandels-Schnittstellen (wie IDS-Connect) bestellen, verknüpft pds die über Peppol eingehende E-Rechnung vollautomatisch mit dem ursprünglichen Einkaufsvorgang und dem zugehörigen Projekt.
Dreistufiger Prüfungsworkflow: Die Software prüft im Hintergrundautomatisch, ob Rechnungsbetrag und Positionen des Elektromaterials mit dem Wareneingang und der Bestellung übereinstimmen. Abweichungen (z. B. falsche Kabelpreise) werden sofort signalisiert.
Schnelle Freigabe für Projektleiter: Da die Rechnungen digital imSystem vorliegen, können Projektleiter oder Bauleiter im Elektrobetrieb die Rechnungsfreigabe sogar mobil per pds App auf der Baustelle erledigen
Zusammenfassend sorgt pds mit der Peppol-Anbindung dafür, dass Elektrobetriebe den gesamten Workflow von der Materialbestellung beim Großhändler bis zur Abrechnung beim Endkunden vollständig digital, automatisiert und gesetzeskonform abwickeln können.


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