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Nach der Neuordnung der e-handwerklichen Berufe im Jahr 2021 umfassten die diesjährigen Meisterschaften im November erstmals fünf Berufe, darunter auch den neuen Ausbildungsberuf „Elektroniker/-in für Gebäudesystemintegration“ (GSI). Insgesamt zeigten 43 junge Fachkräfte – darunter fünf Frauen –, was in den elektro- und informationstechnischen Handwerken steckt: technische Exzellenz, Innovationskraft und Zukunftsaussichten.
Die Deutschen Meisterschaften sind mehr als ein Wettbewerb – sie sind der Höhepunkt einer Ausbildung in den E-Handwerken. Der Weg startet bereits auf Innungs- und Kammerebene. Die besten Gesellinnen und Gesellen eines jeden Bundeslandes qualifizieren sich dann für die Deutschen Meisterschaften am Bundestechnologiezentrum für Elektro- und Informationstechnik (BFE) in Oldenburg. Dort erwarten sie Prüfungsaufgaben auf Gesellenniveau, die über zwei Tage ihre Fähigkeiten auf die Probe stellen.
Es gab Gold-, Silber- und Bronzemedaillen in sechs Fachrichtungen, da der/die „Informationselektroniker/-in“ in die Einsatzgebiete „Gefahrenmelde- und Telekommunikationstechnik“ sowie „Büro- und Breitbandtechnik“ unterteilt worden war. Linus Emmering hatte gleich doppelten Grund zur Freude: Als Deutscher Meister der Elektroniker mit der Fachrichtung Energie- und Gebäudetechnik hat er sich auch das Ticket für die EuroSkills 2027 gesichert, die vom 22. bis 26. September 2027 in Düsseldorf stattfinden werden. Bei den EuroSkills treten Hunderte der besten jungen Fachkräfte Europas in einem mehrtägigen intensiven Wettbewerb gegeneinander an, um die Europameister/-in in ihrem jeweiligen „Skill“, der entsprechenden Berufsdisziplinen, zu werden.
Was die Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Deutschen Meisterschaften eint, sind hervorragende Leistungen in einem von fünf elektrohandwerklichen Ausbildungsberufen. „Wer sich für einen der fünf Ausbildungsberufe der elektro- und informationstechnischen Handwerke entscheidet, erlebt eine abwechslungsreiche Tätigkeit, ist Teil der Energiewende und hat eine vielversprechende berufliche Zukunft“, erklärt Andreas Habermehl, Geschäftsführer Technik und Berufsbildung des Zentralverbands der Elektro- und Informationstechnischen Handwerke (ZVEH).
Mit 85 Prozent ist dies der beliebteste Ausbildungsberuf in den E-Handwerken – und das nicht ohne Grund. Diese Fachkräfte konfigurieren, installieren und reparieren komplexe energietechnische Anlagen sowie elektronische Steuer- und Regelsysteme. Von der Beleuchtungsanlage über Steckdosen und Lichtschalter bis hin zu modernen Gebäudetechnologien: Der Beruf bietet eine enorme Bandbreite an Tätigkeiten. Wer gerne praktisch arbeitet, technisches Verständnis mitbringt und Abwechslung schätzt, findet hier den perfekten Einstieg ins Handwerk.
Seit 2021 gibt es diesen neuen Ausbildungsberuf – eine Antwort auf die wachsende Nachfrage nach intelligenter Gebäudetechnik. Diese Spezialistinnen und Spezialisten planen, programmieren und integrieren vernetzte Systeme in smarte Häuser und Gebäude. Ob Beleuchtung, Lüftung, Heizung, Kommunikation, Sicherheit oder Energiemanagement: Sie arbeiten gewerkeübergreifend und müssen jedes Mal individuelle Kundenwünsche umsetzen. Der Beruf spricht besonders Abiturientinnen und Abiturienten sowie Studienumsteigende an, die Freude an komplexen technischen Zusammenhängen und kreativen Lösungen haben.
Ob Fabrikanlagen, Fördersysteme, Lüftungsanlagen oder Ampelschaltungen – immer mehr Systeme laufen vollautomatisch. Diese Fachkräfte entwerfen, programmieren, installieren und reparieren komplexe Automatisierungsanlagen und sorgen für einen sicheren und fehlerfreien Ablauf automatisierter Prozesse. Das Besondere: Der Beruf vereint Handwerk und Bürojob. Auf der einen Seite wird am Computer designt und simuliert, auf der anderen Seite werden Projekte mit den eigenen Händen aus Rohmaterial hergestellt. Wer sich für Technik und Programmierung interessiert, findet hier spannende Herausforderungen.
Diese Fachkräfte kümmern sich um das Planen und Projektieren sowie die Installation, Inbetriebnahme und Wartung von Telekommunikations- und Multimediaanlagen. Sie treiben den Breitbandausbau voran und schützen smarte Gebäude mit intelligenter Sicherheitstechnik vor Cyberattacken. Der Beruf kombiniert Informatik mit Elektrotechnik und bietet damit eine spannende Mischung für technikbegeisterte junge Menschen, die sowohl Hardware als auch Software verstehen wollen.
Ob Produktionsanlage oder Antriebssystem – diese Fachkräfte kennen sich mit Programmen der Steuerungs- und Regelungstechnik aus, sorgen dafür, dass Maschinen und Anlagen fehlerfrei laufen und haben das Know-how, Fehler zu beheben. Sie wickeln Spezial-Motoren, entwerfen Steuerungen und bleiben so lange dran, bis alles perfekt funktioniert. Der Beruf kombiniert Kreativität mit komplexen technischen Abläufen. Wer sich für Fahrzeugtechnik, Mechanik und Elektronik gleichermaßen begeistert, findet hier ein vielseitiges Aufgabengebiet.
„Die Aus-, Fort- und Weiterbildung in der E-Handwerksbranche hat für den ZVEH höchste Priorität“, betont Andreas Habermehl. Nach der Gesellenprüfung stehen den Fachkräften viele Türen offen: vom Meistertitel über die Selbstständigkeit, bis hin zu ergänzenden Studiengängen. „Die rasanten Entwicklungen in Digitalisierung und neuen Technologien erfordern eine frühzeitige Suche nach qualifiziertem Nachwuchs“, so Habermehl weiter.
Wer sich für eine Ausbildung in den E-Handwerken interessiert, findet auf der Webseite der E-Zubis umfassende Informationen, einen Stellenfinder für Ausbildungsplätze in der Nähe und auf Instagram sowie TikTok spannende Einblicke in den Alltag der E-Zubis. Für Eltern und Jugendliche bietet der ZVEH zudem Beratung und Informationsmaterialien an.

Webseite und Ausbildungsplätze in der Nähe finden: www.e-zubis.de
Social Media und mehr: www.wonderlink.de/@e-zubis
Für Betriebe: www.zveh.de/berufsbildung.html

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